Meine Ausführungen stehen in Zusammenhang mit den bisher gewonnenen Erkenntnissen auf dieser Sommerakademie. Wir haben uns zuerst mit der Begriffsbestimmung des Wortes Volkskultur beschäftigt, dann die Identitätsfrage ins Spiel gebracht, und die Wissenschaftler haben ziemlich einhellig mit den Politikern die Volkskultur als politische Dimension für ganz Europa erklärt.
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Wegen dem Tanz zum Tanz – so ohne Anlass?
Es ist einer der großen Fehler, wenn die Verfechter bodenständiger musikalischer Tradition diesem Denkmuster verfallen, nämlich Volkskultur = Volkstracht, Volkslied, Volksmusik, Volkstanz etc. und damit ihr Interessensfeld beschränken, statt es zu erweitern, indem die Frage nach der Bekleidung, dem Singen, dem Musizieren, dem Tanzen gestellt wird.
Musikalische Gebrauchskultur auf der Alm – warum singt es sich so leicht?
Der Ausspruch „Auf da Ålm, då is koa Sünd“ steht offensichtlich für den besonderen Umgang des Menschen mit dem, was sich da oben befindet: Die Almregion, der Berg ist Zwischenstation zum Unendlichen, zum Himmlischen schlechthin.
Einige Bemerkungen zur Begegnung von Folk- und Volksmusik
Folk und Volksmusik ziehen sich gegenseitig an – möchte man meinen –, wenn man weiß, dass dieses Thema bei vielen Volksmusiktagungen behandelt wird. Ich erinnere an das Seminar zum gleichen Thema, welches im Jahre 1990 in Goldegg in Salzburg abgehalten wurde.
Initiativen zur Förderung der Gebrauchsmusik
„Initiativen zur Förderung der Gebrauchsmusik“ muss die Schlagzeile heißen, um die Bedeutung der Volksmusik im eigentlichen Sinn für das Zusammenleben, für das Wohlbefinden der miteinander sprechenden, miteinander hoffenden und bangenden Menschen gebührend herausstreichen zu können. Sie – die Musik – als etwas zum Leben Gehörendes zählen, sie als Lebensmittel im Eigenbedarf verwenden.