Der Sekt, die Schuhe, das Kleid und die Tanzlust…
„Nimmst Du mir das Sack`l mit den Tanzschuhen?“ fragt mich meine Frau und ich lege noch schnell ein paar Scheiter in den Ofen, damit wir es nachher warm genug haben.
„Nimmst Du mir das Sack`l mit den Tanzschuhen?“ fragt mich meine Frau und ich lege noch schnell ein paar Scheiter in den Ofen, damit wir es nachher warm genug haben.
Schon in den 90-er Jahren warb das Steirische Volksliedwerk bei den Handelsunternehmen mit der Plakette „Weihnachtsliederfrei einkaufen“.
Vielen Menschen war seine Stimme vertraut, es war unverkennbar die gleichfalls sprachlich präzise und einfühlsam-sonore Stimme des Dr. Hubert Moser, der kürzlich in Graz verstorben ist.
Aus der Flasche in die Gläser und hinein in den Genießer – so fließt der Wein. Umgekehrt beim Singen: Lieder erklingen von innen nach außen. Da dringt die eigene Befindlichkeit in Form von Melodien und Texten aus uns heraus.
WeiterlesenFreizeit und Mobilität sind die beiden Parameter, die einer touristischen Vermarktung zuspielen. Während sich einst nur Betuchte einen solchen Arbeits- und Freizeitwelt – Lebensrhythmus leisten konnten, gehört heute die kurz- oder längerfristige Verlegung des Lebens in den Ferienort zum Standard. Der Wohlstand und eine noch nie da gewesene Mobilität machen eine neue Wechselwirkung erlebbar: Wir sind einmal Gäste und einmal Gastgeber. Diesen doppelten Blickwinkel sollten wir nützen, um die hohe Verantwortung zu erkennen, die hinter der Strategie des steirischen Tourismusunternehmens steckt, nämlich stets erfrischend – echt/authentisch – und genussvoll zu sein.
Mit den im Tourismus-Leitfaden formulierten elementaren Stärken Authentizität und Emotionalität ist offensichtlich ein Kapital gemeint, welches nicht hoch genug einzuschätzen ist: Die Steiermark punktet mit der sympathischen Mischung aus Tradition und Modernität. Wer von Volkskultur spricht, meint aber nicht nur den bestehende Brauch sondern auch die Leichtigkeit des Seins, die auch das köstliche Neue ermöglicht.
Volkskultur ist die mit den überlieferten Ordnungen im Einklang stehende Lebensweise der Menschen. Da musizieren nicht nur Musiker und tanzen nicht nur Tänzer, sondern dieselben Menschen tragen Tradition in vielfältiger Form in sich, dazu gehören auch die Sprache und vor allem die Rituale des Lebens. Ihre Volkskultur ist Lebensmittel und dient zu aller erst dem eigenen Selbstverständnis. Das, und ihr vielseitiger Lebensraum vom Dachstein bis ins Weinland, macht sie zum Zielpunkt von Urlaubswünschen. Die Unverwechselbarkeit als Marketingstrategie impliziert den Wunsch nach gleich bleibender Qualität und mitunter stillt gerade dieser Stillstand die Wünsche nach Exotik. Der Schritt vom Lebensraum zum erlebbaren Tourismusprodukt bedarf aber verstärkter Aufmerksamkeit, um Altem und Neuem das Prädikat Authentizität zu verleihen und nicht zum Versatzstück werden zu lassen.
Dieses Spannungsfeld zwischen Präsentation für den Tourismus und den Erfordernissen einer hohen Lebensqualität, die das freie Gestalten und neue Erfinden von Traditionen zulässt, ist eine große Herausforderung. Das geplante Symposion soll die jeweiligen Verantwortungsträger in Kultur und Tourismus für diese notwendige Symbiose sensibilisieren. Berge und Seen werden – wenn sie nur Kulisse sind – nicht punkten, ebenso wenig Menschen, die sich nur im Rollenspiel eines sympathischen Urlaubslandes finden.
Für die Mitarbeiter und Autoren der Zeitschrift „Der Vierzeiler“ wurde für jede Ausgabe ein Exposee erstellt, dem vorgelegten Thema einen Rahmen zu geben. Der Vierzeiler, Jahrgang 2007; Grundsätzlich sind alle hier veröffentlichten Inhalte urheberrechtlich geschützt und sämtliche Rechte vorbehalten.