„Schau, Papa…“

Und als wir den Parkplatz ver­lassen hatten, trug uns der Wind die ersten Töne zu. Am Rande einer duftenden Wiese stiegen wir höher hinauf und gelangten, wäh­rend die Musik die Ober­hand über das Bienen-Gesummse gewann, auf eine Anhöhe.

Von rundum hörten wir nun das Sin­gen und Klingen.

Die Geigengruppe sitzt in der Wiese

Plötzlich stie­ßen wir auf eine kleine Gruppe von Geigenspielern, die, im Grase sitzend und umworben von einem bunten Schmetterling, immer wieder ein und dieselbe Melodie aus der Geige eines älteren Musikanten in die eige­nen Instrumente übernahmen.

„Schau, Papa“, meinte mein Bub

…für den ich einen kleinen Gei­genkoffer trug und dem ich nach dem ersten Violine-Lehrjahr beim Geigentag die Tanzmusik schmackhaft machen wollte, „schau, Papa – beim Geigenspiel kann man auch sitzen…“


Veranstaltung-Werbetext zum Geigentag in Graz-Stattegg, 6/ 1993; Sätze und Gegensätze, Band 10/ 1999; Grundsätzlich sind alle hier veröffentlichten Inhalte urheberrechtlich geschützt und sämtliche Rechte vorbehalten.