Trotz Wolkenbruch kein Stimmungsbruch

 

Von den ersten zaghaften Tönen zum großen orchestralen Lärmpegel. Von der blauhimmeligen Heiterkeit zur gewalttätigen Gewitterfront. Von der verliebten Kontaktnahme im Augenwinkel bis zur gestampften Leidenschaft am Tanzboden. Das Fest flog unentwegt dem Finale zu und führte letztlich hin zum bitteren Ende, das im Abgesang noch einige verschliffene Geigentöne ausatmete.

 

Wir alle erlebten mit dem Geigentag wieder eine außergewöhnliche Veranstaltung. Längst ist sie über die Landes- und Bundesgrenzen hinaus zum Lehrstück für Veranstaltungskultur geworden und Stattegg hat das Privileg, der Austragungsort dieses schönen Festes zu sein. Wer immer an der Infrastruktur für die zweitägige Lustbarkeit mit gearbeitet, den Boden für Geselligkeit und musikalische Begegnung gelegt hat: Alle gehören vor den Vorhang!

 

Es sei hier allen herzlich gedankt: Der Gemeinde mit ihrer Feuerwehr, den Volkstänzern und den Schuhplattlern, Lore Galler und der Familie Vorraber für die Messgestaltung, ebenso aber auch den Wirtsleuten und vielen, vielen Helfern.                             

 

Der Geigentag ist und bleibt eine Gemeinschaftsleistung bei der selbst der kleinste Besucher noch einen Anteil am Erfolg hat. Das Steirische Volksliedwerk - als Motor und Tabubrecher - hat seit Jahrzehnten den Weg für diese Form der hausgemachten Stimmung geebnet und sieht den größten Erfolg in der Altersstruktur dieser Veranstaltung. Heute wird der Geigentag hauptsächlich von den jungen Musikantinnen und Musikanten dominiert. Dass die Gäste auch aus dem Ausland alle Jahre zu uns pilgern, liegt aber vor allem an der Sympathie, die der Geigentag ausstrahlt. Sie geht von der hier lebenden Bevölkerung aus, die den Geigentag längst zu ihrem Geigentag gemacht hat. Da kann man nur gratulieren und dem Volksliedwerk zustimmen:

 

Wir sind alle als Musikerinnen und Musiker geboren, um letztlich im Himmelsorchester mit einzustimmen. Daher ist es auch recht und billig ganz oben auf der Leber, dort wo die Wiesenblumen in den Himmel reichen, alle zwei Jahre eine kleine Probe abzuhalten…