Musikantenjubilare

- wir gratulieren!

 

Die uns selbst auferlegte „Blattrichtung“, bevorzugt Sachthemen und Informationen über Initiativen des Steirischen Volksliedwerkes sowie befreundeter Institutionen. Die in vielen Vereinszeitschriften übliche Aufzählung von Ehrungen und Würdigungen wollen wir immer nur in Verbindung mit der Vermittlung eines Lebensbildes aufwerten oder lieber weglassen. Wenn wir nun zwei Persönlichkeiten herausgreifen, dann, weil sie zu unserem derzeit wichtigsten Hauptthema „Zeitgemäße Volksmusikpflege“ exemplarisch dazugehören. Ihr Vorbild und ihre Arbeitsweise ist eigentlich Antwort auf die Frage nach dem „Wie?“ in Bezug auf den größtmöglichen Wirkungsgrad einer volksmusikalischen Arbeit.

 

Alois Blamberger und Willi Pöllabauer

Beide sind 75er geworden: Oberbergmeister i.R. Lois Blamberger aus Bad Ischl und Gastwirt i.R. Willi Pöllabauer aus Bruck. Ihr Verdienst liegt nicht im Funktionär sein, sie saßen auch nicht am Schalthebel kultureller Einrichtungen und sie gehören trotzdem zu den Bedeutenden. Unser Dank an die beiden sei eingebettet in die Erwähnung ihrer Funktion innerhalb unserer Volksliedwerk-Veranstaltungen, nämlich als Musikanten-Vorbilder und nicht in die Aufzählung ihrer weiteren Verdienste.

 

Lois Blamberger gilt seit Jahren als der Vorgeiger bei den Steirischen Geigentagen. Er hat sich mit zunehmender Berühmtheit und Stellung innerhalb der österreichischen Musikantenszene unentwegt „herabgelassen“ und mit vielen Erstlingsgeigern gegeigt, die ihn als Vorbild gewählt haben. Er tat dies mit dem Wunsche, seine Melodien weiterzugeben und weil ihm der Umgang mit der Jugend so „grausli“ getaugt hat.

 

Willi Pöllabauer war über Jahre hinweg Vorbild für die Teilnehmer an unseren Musikantenwochen. Auch er hat nie die Geduld verloren, wenn es geheißen hat: „Willi, du übernimmst die blutigen Anfänger!“ Sein feines Fühlen für Musik hat sich nie im „zur Elite setzen“ ausgedrückt, obwohl dort immer ein Platzerl für Willi vorgesehen war.

 

Beide Musikanten wollen wir hier ehren, weil sie so vielen jungen Musikanten gerade um das Wesentliche mehr geben konnten, als es unsere Publikationen imstande gewesen wären.