Lieber Gerhard Krajicek!

Wir beide danken Dir nochmals für diese schöne Ehrung und ich im Besonderen, denn es gab ja schon eine sehr freundschaftliche Beziehung zwischen dem Fritz Frank und meinen Eltern. Vielleicht ist es gut, wenn ich meine etwas stümperhafte Rede hier nochmals wiedergebe und ergänze: Weiterlesen

Die Wiederkehr des Regionalen

Über die Größe der kleinen Werte…

Noch vor 10 Jahren mussten Volkskultur-Inhalte unbedingt einen internationalen Anstrich haben, um die Aufmerksamkeit der Medien und der Politik darauf zu lenken. Die Angst vor dem Provinziellen saß offensichtlich im Nacken, niemand wollte auf diesem Globus unbedeutend bleiben. Und: Innovationen waren verlangt, Töne mussten schräg sein und Weltmusik-tauglich, man wollte weltweit denken und eben nicht im Kreis gehen, wie dies beim Volkstanzen ja augenscheinlich passiert. Dieses Aufmotzen des Eigenen spielte sich nicht nur im Bereich der bei uns gelebten Traditionen ab, nein, auch die heimischen Produkte mussten dem Weltmarkt angepasst werden. Die beginnende Web-Vernetzung hätte letztlich dieser Verweltlichung zum Durchbruch verhelfen können, tat sie aber nicht.

Das ist eben erstaunlich

Binnen weniger Jahre wird das Regionale neu aus der Taufe gehoben und zwar mit den Attributen: Original, Echt und Bodenständig. Kein Ruf mehr nach Anpassung ist zu hören, sondern nach dem Unverwechselbaren. Mag sein, dass die weltweite Vernetzung erst recht dem Originalen eine neue Chance bietet und gerade deshalb international die Größe des Kleinen punktet. Es gibt aber auch andere Gründe: Das Schlagwort vom „Europa der Regionen“ ließ eine neue Wertigkeit zu. Der Käse aus Kleinhinterbach und die Lieder aus Nebenklingenberg haben nur eine Chance, wenn sie eben nicht allüberall zu haben sind und glaubhaft ein Ausdruck der Gestaltungskraft der Menschen dieser Region bleiben.

Unsere Zeitschrift möchte sich diesem Thema auf sehr verschiedener Weise annähern. Immer aber soll das Spannungsfeld zwischen den kleinen, regionalen Qualitäten und der Notwendigkeit weltweiter Verantwortung eine Rolle spielen. Die Größe der kleinen Werte sollten wir nicht als Gegenspieler des Globalen sehen, vielmehr als Teil am ganz großen Spielfeld, das ja die Welt erst lebenswert macht.


Für die Mitarbeiter und Autoren der Zeitschrift „der Vierzeiler“ wurde für jede Ausgabe ein Exposee erstellt, dem vorgelegten Thema einen Rahmen zu geben. Der Vierzeiler, Nr.1, Jahrgang 2007; Grundsätzlich sind alle hier veröffentlichten Inhalte urheberrechtlich geschützt und sämtliche Rechte vorbehalten.

Gedanken zur Volkskulturarbeit

Über meine Initiative fand am 18.10.2005 ein Gespräch mit Freunden und Kooperationspartnern aus den Organisationen Steirisches Volksliedwerk, Verein der Freunde des Volkskundemuseums, Bund Steirischer Heimatdichter, MUSIS, ARGE Volkstanz, Tanz mit Franz, dem Leiter des österreichischen Freilichtmuseums und Bund Steirischer Heimatdichter statt. Weiterlesen

Ein Brief an Fritz Frank

Dem Fritz zum 80. Geburtstag!

Dein hoher Geburtstag ist der Anlass, Dir diesen Brief zu schreiben, Dir ein paar Zeilen zu widmen. Erst unlängst haben wir uns bei unserem Hausfest gesehen, ich hatte aber zu wenig Zeit, um mit Dir zu sitzen und zu plaudern. Dasselbe gilt auch für unsere Begegnung in der Grazer Burg. Vielen Dank auch fürs Dabeisein, es war für mich besonders schön, Dich in dieser Stunde im Saal zu wissen.

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Anliegen Volkskultur

Volkskultur kann als Ausdruck des ”Lebens in überlieferten Ordnungen” gelten, wie dies Leopold Schmidt formuliert hat.  Weiterlesen