Wir ziehen zur Mutter der Gnade...

zu Fuß mit Rucksack, Gitarre und Liederbuch nach Mariazell

 

 

Die Steiermark ist das Land der großen Förderer von Volkslied und Volksmusik (Erzherzog Johann, Josef Pommer, Konrad Mautner), ist das Land der vielen alten Zeugnisse und das Land der lebendigen Traditionen. Da stehen andere Regionen um nichts nach, die Steirer lieben aber die Volksmusik-Spielwiese, auf der sich das Überlieferte auch so manchen flotten Spaziergang erlaubt.

Und nun lädt das Steirische Volksliedwerk und die Volksliedwerke der Bundesländer zur Sänger- und Musikantenwallfahrt nach Mariazell ein. Da wird wohl mehr dahinter stecken, als die Verlagerung der Musik von vielerorts an einen Ort? Richtig, wahrscheinlich ein typisch steirisches Konzept, das neugierig macht und die Musik der Musikantinnen und Musikanten, Sängerinnen und Sänger mit Lebenskultur verwebt. Deshalb eben: Zu Fuß auf und nach Mariazell zu, mit dem Liederbuch im Rucksack ein neues Gefühl erleben. Ein "sich auf den Weg machen", Musik hintragen mit vielen Freunden aus der näheren und weiteren Nachbarschaft, unterwegs so manches Lied pfeifen, einem immer wieder neuen Horizont entgegen.

Ja, einige Tage gehen, beten, singen und letztlich dabeisein dürfen im Wallfahrtsort, bei einem reichhaltigen Rahmenprogramm, mit musikalischen Begegnungen und einem hochkarätig besetzten Symposion. Zusätzlich wird "Der Vierzeiler" mit einer, dem Thema gewidmeten Ausgabe erscheinen und Vertiefung anbieten. Ein neues Wallfahrer - Liederbuch ebnet den Weg zur klingenden Praxis.

Der krönende Einzug in die Basilika wird also ein Vorspiel haben, nämlich die schrittweise Annäherung, Gespräche am Weg, und Erlebnisse im Einklang mit der durchstreiften Landschaft. Schließlich bleibt als Nachspiel die Sehnsucht nach einem größeren Blickwinkel, ein durchaus wünschenswerter Zustand.