Steirische Tonspuren

 

Die Hörwelt ist ein nicht greifbares, aber doch mächtiges Stück dieser Welt. Dazu gehören das Rauschen des Wassers, das Zirpen der Insekten, die Vielfalt der täglichen Maschinen- und Transportgeräusche bis hin zu den vom Menschen erzeugten Stimmen und Tönen, zu der Fertigkeit, ein Instrument zum Klingen zu bringen.

 

Töne sind aber auch Orientierung, wir erkennen das Eigene und das Fremde, geben für andere aber auch Signale ab, die uns unverwechselbar machen sollen. In der Fülle solcher Tonspuren flüchten wir dann und wann auch in die Stille, um die Sensibilität zu schärfen. Wir haben aber auch gelernt, aufmerksam und neugierig zu hören, unser Hörorgan auf die feinen Unterschiede einzustellen.

 

Im Zuge der heute für den schnellen Verbrauch und den höchsten Hörgenuss bestimmten Produktion von Musik, scheint es, als würden lebensnähere Musikäußerungen wie sie Volkslied und Volksmusik nach wie vor darstellen, den verwöhnten Ohren nicht mehr gerecht werden. Gleichzeitig aber wächst mit der Machbarkeit jedweder Klangoptimierung die Sehnsucht nach Wirklichkeit und Originalem.

 

Die Reihe „Steirische Tonspuren„ ist der Versuch, ungewöhnliche Dokumente dem Ohr anzuvertrauen, neue Tonspuren am Markt zu ziehen und unveröffentlichte Belege des Steirischen Volksliedarchivs, aber auch Musikbilder der Steiermark zu produzieren, die bislang kaum Beachtung fanden. Dem Herausgeber ist es ein besonderes Anliegen, mit dieser Reihe auf die Ästhetik der tönenden Wirklichkeit hinzuweisen. Er möchte auch die Vielfalt und Schönheit von Momentaufnahmen steirischer Musik aufzeigen und legt mit diesem Produkt ein Reihe in Ihre Hände, die Ihnen ein Mehr an Aufmerksamkeit abverlangt. Darüber hinaus fördern Sie mit dem Ankauf dieser CD die weitere Aufarbeitung der wertvollen Bestände im Steirischen Volksliedarchiv.