Der "Vierzeiler" feiert Geburtstag

 

Als die Redaktion der Zeitschrift den einprägsamen Namen „Der Vierzeiler“ gab, hatte dies einen besonderen Hintergrund: Die Vierzeiler - auch Gstanzl genannt - sind ein unerschöpflicher Typus österreichischer Volksdichtung. Diese Unerschöpflichkeit sollte ansteckend auf die Mitarbeiter des Steirischen Volksliedwerkes wirken, die nun auf eine 20 jährige Herausgeberschaft zurück blicken können.

  

Es sind nach wie vor keine idealen Voraussetzungen unter denen unsere Zeitschrift entsteht, meint Hermann Härtel und verweist darauf, dass die in ganz Österreich geschätzte Zeitschrift unter den vielen Initiativen des Volksliedwerkes als Nebenprodukt gilt. Das sich die Volksliedwerker den Ruf Ihrer Zeitschrift mühsam erarbeiten mussten und das Unternehmen nach wie vor unter Personalmangel und fehlender Redaktionsstruktur leidet, tut keinen Abbruch, denn - so Hermann Härtel - treibende Kraft ist die Botschaft, die wir zu verbreiten haben. Schier unerschöpflich sind die Themen, die sich immer um die musikalische Tradition unseres Landes ranken, aber alle Lebensbereiche erfassen.

 

Die Zeitschrift „Der Vierzeiler“ gilt über steirische und österreichische Grenzen hinaus als jenes Blatt, dem es gelungen ist, Volkslied und Volksmusik in Ausgewogenheit zwischen ernsthafter Zuneigung und spielerischem Umgang zu beschreiben. In der Steiermark wurde damit auch ein neuer Stil des Volkskulturjournalismus beschritten. Das Bundeskanzleramt hat vor kurzem  dem Ansuchen um eine Zeitschriftenförderung stattgegeben. Die neueste Ausgabe dieser besonderen Zeitschrift beschäftigt sich mit der „Familienmusik“ und ist im Steirischen Volksliedwerk, Graz erhältlich.