Ein Netzwerk für die Gemeinden

 

Der Kulturbegriff ist ein Allerweltsbegriff geworden, sodass gerade jene Menschen die selber Kultur haben, gar nicht wissen, welchen Stellenwert sie im Gemeinwohl einnehmen. Stärker als jedes bestellte Kulturprogramm ist nämlich die schöpferische Kraft, die inmitten der nachbarschaftlichen Wohn- und Arbeitswelt entsteht. Da gedeiht das Spiel mit den Künsten, mit den neuerdachten ebenso wie mit den überlieferten. Das Selbersingen spielt hier eine besondere Rolle, es ist ein Stück Lebensqualität. Die erlebbare Bandbreite zwischen den aktuellen Schlagern  und den alten Almliedern ist Zeichen einer sehr selbstbewussten Gestaltungskraft. 

  

Das Volksliedwerk ist die Schnittstelle zwischen der  Kulturabteilung des Landes und eines beinahe flächendeckenden Netzwerkes von kleinen kulturellen Kostbarkeiten. Damit ist - neben allen brauchtümlichen Handlungen – auch die Sprache, das Spiel, die Erzählkunst, die Tanzlust, Musik und Gesang gemeint.

 

Ein effizientes Wechselspiel zwischen den steirischen Gemeinden und dem Steirischen Volksliedwerk ist inzwischen Brauch geworden. Im Kompetenzzentrum Volksliedarchiv sorgt man für die wissenschaftliche Sammlung aller Belege zum steirischen Musik- und Brauchleben, die Gemeinden wiederum nützen diese Möglichkeit der Dokumentation und nehmen die Dienste des Volksliedwerkes gerne in Anspruch. Da geht es um regionale Liederbuchausgaben ebenso, wie um das Thema Veranstaltungskultur.

 

Der Dialog mit dem Steirischen Volksliedwerk führt unmittelbar zu einem Wiedererkennen von kleinem und zugleich wertvollem Kulturbesitz in der eigenen Gemeinde.