Kaum jemand wird von Touristikern und Kindern gleichermaßen sehnsüchtig erwartet und zugleich mit solcher Vehemenz beseitigt, wie der Schnee. Im bäuerlichen Bereich ist die, über Grund und Boden ausgebreitete Schneedecke, ein Teil des Jahreskreislaufes. Es scheint aber so, alsob nunmehr die weiße Pracht ein unliebsamer Störfaktor, der uneingeschränkten Mobilität größter Feind geworden ist. Kaum gefallen, wird er ratzeputz beiseite geschoben.

 

Hurra der Schnee

 

 

Da lob’ ich mir die Kinder, denen schon wenige Zentimeter des köstlichen Niederschlags genügen, um ihre Rodelbahn zu eröffnen. Der Schnee verführt zu ausgelassenen Schlachten, aber auch zum Gestalten.  Der Schneemann ist ein Zeichen kindlicher Gestaltungsfreude - und er hat Tradition. Immerhin lassen sich die ältesten Hinweise über seine Existenz etwa 300 Jahre zurück verfolgen.

Trotz vieler populärer Kultfiguren in den Kinderprogrammen, steht der herkömmliche Schneemann Modell, wenn es darum geht, einen freundlichen Winterboten in den Vorgarten zu stellen.

 

Macht das aber Sinn – heute gebaut und morgen zerronnen? Vielleicht ist es gerade die Vergänglichkeit, die wahre Kunstwerke entstehen lässt?