Das kostet eine Stange Geld, wenn Vater, Mutter und Kinder gemeinsam Sommermusikwochen besuchen. Und sie tun es in zunehmenden Maße, denn das Musizieren im Familienverband ist durchaus beliebt, immer mehr Familien machen eigene Hausmusik.

 

Ja, und dabei braucht man mehr als die wöchentliche Musikstunde, man braucht das Drauflosmusizieren mit Freunden, die ersten Erlebnisse als Musikant am Tanzboden und die Versuche auf anderen Instrumenten. Die von verschiedenen Organisationen durchgeführten Kurse im Sommer sind deshalb immer schnell ausgebucht.

 

Stipendien für junge Musikanten...

 

 

Der Leser neigt nun dazu, dieses Idealbild unter „Sonderfälle“ einzureihen und irrt damit, denn es sind inzwischen viele Familien, die Familiensinn mit musischem Tun verknüpfen, so manche Lebensfragen spielerisch beantworten, so manchen familiären Konflikten mit harmonischen Momenten entgegensteuern. Dass Familienmusik Nerven kostet ist durchaus klar, da kann niemand die Väter und die Mütter entlasten. Entlasten kann man diese vielen Familien aber, was die finanzielle Seite betrifft, denn neben den Kosten für Instrumente und den Unterricht, schlagen die Teilnehmergebühren bei den sommerlichen Musikkursen zusätzlich zu Buche.

 

Das Steirische Volksliedwerk bietet seine Hilfe an. Das Ansuchen um Volksmusik-Stipendium kann bis Ende September 2002 eingereicht werden. Diese Initiative ist nur möglich, weil dieser Stipendien-Topf durch das Familienministerium und den Veranstalterverband Österreichs unterstützt wird.