Grenzenlos: Das gibt einem das Gefühl der Freiheit – einfach hinter dem Haus endlos über die Wiese laufen zu können, ohne auf einen Grenzstein zu stoßen. Und es gibt einem das Gefühl der Machtlosigkeit, wenn sich irgendwer von der Straße bis zu meinem Kühlschrank wagt, um sich ganz selbstverständlich an meinem Wurstsalat zu laben. Dieses Grenzenlos ist also ein widersprüchliches Los. Neuerdings widmet sich die Zeitschrift „Der Vierzeiler“ dem spannenden Thema.

 

Grenzenlos?

 

 

Während Staatsgrenzen im geeinten Europa obsolet geworden sind, brauchen wir  in allen Lebenslagen die ganz persönlichen, kleinen Grenzen. Sie sind Zeichen von Sittlichkeit und Kultur. Gerade beim Tanz zeigt sich dies in besonderer Weise, wenn die Beziehung zweier Grenzziehungen zum harmonischen Bewegungsablauf führt. Mit dem Fest „grenzenlos tanzen“ ist darüber hinaus noch viel mehr im Spiel: Es sind die Wechselschritte im Dreiländereck Ungarn/ Slowenien/ Österreich gemeint, die nachbarschaftliche Verständigung über die Trittfestigkeit. Da erübrigen sich eigentlich die rhetorischen Floskeln....