Die Hochzeit ist nach wie vor das bedeutendste Fest im Lebenslauf. Da haben sich zwei Menschen gefunden und es gelingt Ihnen, ihre beiden Familien beim Hochzeitsfest zusammenzuführen. Gibt es etwas Schöneres? Aber - was macht erst eine richtige Hochzeit aus?

 

Wer altes Hochzeitsbrauchtum noch kennt, mag davon begeistert sein, ich bin es von heutigem Ablauf dieser Feste, von der Mischung aus überlieferter Tradition und Kreation der beiden Familien. Es sind die liebevollen Details, die eine Hochzeit für alle unvergesslich machen. So nämlich lässt das gemeinsam erlebte Fest auch für nachher einiges übrig: Tiefe Freundschaften, gutes Einvernehmen mit den Eltern, Schwiegereltern und Geschwister, zumal auch eine Portion Nachbarschaftshilfe.

 

Dann sage laut und deutlich: ja!

 

Diese „Gründungsversammlung neuer Beziehungen“ bedarf auch der musikalischen Begleitung beim Brautaufwecken, der kirchlichen Hochzeitsfeier, beim Hochzeitstanz und dem Kranzlabtanzen. Besonders schön ist es, wenn der Lader seine Anweisungen selber singend vorträgt und damit dem Hochzeitstag eine Ordnung vorgibt.

 

Übrigens: Früher gab es für die Hochzeiten feste Zeiten, heute ist man ständig heiratslustig, trotzdem häufen sich die Hochzeiten im Mai, denn es liegt in der Natur des Menschen, im vorsommerlichen Wonnemonat ans Nestbauen zu denken. Der Mai garantiert auch für Blütenpracht und – mit ein bisschen Glück – für einen lauen Abend an dem sich die beteiligten Kinder zwischendurch im Freien austoben dürfen. Einige Kreisspiele für die Kinder und einige Lieder für die älteren Gäste sollte man bereithalten. Gemeinsam Lieder singen verbindet für ein paar Stunden und diese Lieder klingen noch lange nach.

 

Hochzeitsbrauchtum, Gstanzl- und Kranzllieder gibt es im Steirischen Volksliedarchiv