Das war ein Schock: Just in dem Augenblick, als in den Weihnachtsfeiertagen das Christkind vor der Tür stehen sollte, wurde das Steirische Volksliedarchiv von Einbrechern heimgesucht. Die Polizei sprach von Vandalismus, denn die Zerstörungswut war enorm. Gott sei Dank blieb der wertvolle Archivbestand verschont.

 

Einbruch & Vandalismus

 

 

Die Spurensicherung fand aufgebrochene Türen und Fenster, jedoch keine Kontaktnahme der Täter mit den Archivalien. Die etwa 30.000 Lieder, 12.000 Bilder und 10.000 Tonträger blieben unangetastet.

Das war pure Unwissenheit der Täter, denn wir hätten durchaus passende Lieder (für Männerstimmen) bereitstellen können, etwa:

 

„Warum solltn mir Gauna net lusti sein, wir brechn am hellliachtn Tåg scho ein…“ oder „So a Gauna håt a Lebn, kånns jå nix Schöners gebn…“. Ebenso passend wären die Lieder: „Und im Wald da sind die Räuber…“ und “Es wårn amål zwoa Räubergselln…“. Beinahe auf den Leib geschrieben ist aber das ehrliche Einbekenntnis: „Und i bins hålt a Lump und i bleib hålt a Lump…“

 

Ignoranten! Ich kann mich an kunstsinnigere Handwerker erinnern.