Später wusste ich nicht mehr, warum ich so viel Sellerie, dazu Paradeiser, Gurken, Kernöl gekauft habe - und obendrein noch die paar runzeligen Äpfel. Da waren doch noch andere Marktfahrer, größere Äpfel und frischere Gurken.

 

Es war die Sprache der Standlerin, von der ich nicht genug bekommen konnte, ihr schönes Weststeirisch und ihre Redseligkeit. Das macht den Einkauf am Marktplatz erst sinnvoll, das Eintauchen in eine andere Welt, der Import von Ländlichkeit, der Genuss von Originalem was Gemüse, Früchte und auch Menschen betreffen.

 

Wås mitnehmen, da Herr?

 

 

Diese besondere Qualität der Verquickung von Lebensmitteln mit der Aura des Produzenten erfährt nun seit Jahren eine klingende Note. Da bringen die Marktfahrer der Umgebungsgemeinden nun die Musik nach Graz mit und lassen die Musikanten an den Bauernmarkt-Samstagen aufspielen.

 

Der Vormittag-Marktbesuch mit kleinen tänzelnden Schritten, so beschwingt kann nur ein gutes Wochenende beginnen. Das Kulturamt der Stadt Graz und das Steirische Volksliedwerk - ein bewährtes Bündnis mit der durchaus guten Idee von den klingenden Bauernmärkten laden ein: Jeweils vier Spieltermine auf insgesamt neun Grazer Bauernmärkten. So günstig war noch kein Einkauf mitsamt Ohrenschmaus....