Ganz unglaublich . . .

 

 

Während wir uns die schneenassen Schuhe abputzten, stieg der Duft von Wachskerzen aus dem Türspalt und steigerte die Erwartung ins Unerträgliche. Aus der klirrenden Kälte kommend, war alles um uns plötzlich ganz besonders:

 

Mutters letzter Küchenschliff, Großmutters Stricknadelgeräusch, das Geschubse der Kinder und das Schnurren des Hauskaters. Das ganz große Geheimnis verbarg sich aber hinter der Stubentür. Dann ging alles ganz schnell: Die Tür ging auf, die Kerzen erhellten den ganzen Raum und der unverkennbare Duft der Weihnacht lag in der Luft. Großmutters Strickgeräusch verstummte und das erste Mal seit Jahren sangen wir drei Strophen des schönsten Weihnachtsliedes: Stille Nacht…

 

Von wegen unmusikalische Familie. Weihnachten ohne Lieder wird es bei uns so bald nicht mehr geben. Die Idee, unser Weihnachtsabend-Programm zu ändern gab uns das Büro für Weihnachtslieder, eine Initiative des Steirischen Volksliedwerkes und des Kulturamtes der Stadt Graz.