Zitate zum Thema „Musik und Gastlichkeit“

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Was ist Unternehmertum?

Der Höchwirt zu Graz: Er ist Lehrbeispiel für viele, die heute noch glauben, dass das Unternehmertum ohne leuchtende Augen auskommen kann. Hermann Härtel

 

Wo lernt man Musik?

Glücklich ist daher, wer die feinen Töne schon im Elternhaus, die schönen Töne in der Schulstunde und die rauen Töne im Wirtshaus kennen gelernt hat. Hermann Härtel

 

Lächeln bis in die Zehenspitzen

Ein Wirt, der die Musikanten gut bei Laune hält, kann sich auch der Laune der Gäste sicher sein. Insofern ist es nicht übertrieben zu behaupten, dass sich die Bierspende und das Lächeln der Wirtin bis in die Zehenspitzen der Tanzenden fortsetzen. Hermann Härtel

 

Musik- und Gesprächskultur

Gute Musikanten wissen um die notwendigen Pausen und die rechte Lautstärke, weil sie Musikkultur und Gesprächskultur zu verbinden verstehen. Hermann Härtel

 

Nicht wegdiskutieren!

Eine schnelle Verbindung zwischen Alkoholmenge und Stimmungsmusik herzustellen, wäre also zu billig. Das Thema aber unter den Biertisch fallen zu lassen, wäre ebenso unrichtig. Wer vom Trinken spricht, kennt auch den schmalen Pfad zwischen unerwünschter und erwünschter Wirkung. Das ist doch eine schöne Herausforderung ihn zu gehen! Hermann Härtel

 

Am Köcheln halten

Musikantenfreundliche Wirte verbinden die Gaumenfreuden mit dem Ohrenschmaus, sie bereiten damit ein Menü der Behaglichkeit und haben nicht zuletzt auch einen Anteil daran, dass Lieder, Jodler und Musikstücke im Zustand des Köchelns an eine nächste Generation weitergegeben werden. Hermann Härtel

 

Was braucht Volksmusik?

Volksmusik brauchte immer und braucht heute ebenso ein Spielfeld, die unmittelbare musikalische Verbindung mit dem Publikum, Begegnung mit den Nörglern, den Besserwissern, den Verehrern, den Zahlern, den Tänzern und den Sängern. Volksmusik braucht auch die Begegnung zwischen den Könnern und den Anfängern, zwischen den Impulsiven und den Gemütsmenschen, braucht die Begegnung mit den anderen Musikgattungen. Ja, sie braucht das Spannungsfeld zwischen Beharrlichkeit und Erneuerung, zwischen Kopie und Erfindung. Volksmusik braucht auch die Mischung aus Notwendigkeit und künstlerischem Werken. Hermann Härtel

 

Lebenskunst in der Wirtsstube

Wirtinnen sind bekanntlich die Seele jeder solchen genüsslichen Stunde. Sie verfügen über die neuesten Informationen, kennen aber auch das Gebot der Verschwiegenheit. Was uns immer wieder verwundern vermag: Sie sind imstande, etwa die erotische Ausstrahlung höchst gleichmäßig auf alle anwesenden männlichen Gäste zu verteilen. Ja, während Kunst und Kulturräume erst mit Kunst und Kultur gefüllt werden müssen, stehen den Musikanten Häuser zur Verfügung, die Lebenskunst und Begegnungskultur von sich aus bereits hoch entwickelt haben. Hermann Härtel

 

Volksliedpflege in Frage gestellt

Wenn es der Schauspieler Hans Moser gewesen wäre, man würde es seiner besonderen Interpretation weinstimmiger Lieder zuschreiben. So war es aber der Musiktheoretiker Franz Eibner (1914-1986), der es schlicht und einfach auf den Punkt brachte: „Das Wirtshaus ist die Hochschule der österreichischen Volksmusik“. Damit war die rührselige Geschichte einer verdienstvollen Volksliedpflege, die Bedeutung von immer mehr Volksmusiksendungen und ebenso das Ansinnen, pädagogische Maßnahmen könnten das singende Abendland retten, in Frage gestellt. Hermann Härtel

 

 

Wird fortgesetzt!