Happy birstday to you

 

 

Und als man sich alles, was zu sagen war gesagt hatte, begann die ganze Gesellschaft zu klingen - ja zu klingen! Da und dort kamen ein paar gesungene Töne hervor, die nur eingeworfen wurden, nach keinem Ende strebten und wieder verstummten.

 

Dicht gedrängt saßen die Leute in der Gaststube und der Kellner hatte Mühe, die Gläser über die lachenden Köpfe zu jonglieren. Da war es wieder: Mitten in den Geräuschpegel von klirrenden Gläsern, schnatternden Stimmen und der dampfenden Kaffeemaschine, drängten sich Töne, balancierten einige Augenblicke suchend nach einer zweistimmigen Harmonie und beließen es nicht wie vorhin beim Versuch. Sie formten sich selbstbewusst zu Melodie und Rhythmus. Da wurden Gläser dem dürstenden Mund entzogen, zärtliche Blicke beendet und das Essbesteck wieder aus den Händen gelegt. Wie ein Lauffeuer erfasste nun der gemeinsame Klang nach und nach die Gesellschaft an den einzelnen Tischen. Gespräche wurden unterbrochen und Sätze nicht beendet, weil sie nahtlos in Töne übergingen.

 

Dann ging ein Donnergrollen durch den Raum. Sessel wurde wie auf ein unsichtbares Kommando zurückgeschoben, als das Lied stehend, mit erhobenem Glase sein Ende fand. Wir wurden hier zufällig Gratulanten für einen uns bislang unbekannten Jubilar und zugleich Ensemblemitglieder im Gleichklang des Augenblicks.